Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, sinkt Ihr Nikotinspiegel innerhalb weniger Stunden auf Null.
Ihr Gehirn, das jahrelang an eine regelmäßige Nikotinversorgung gewöhnt war, gerät aus dem Gleichgewicht.
Die Folgen? Schweißausbrüche, extreme Reizbarkeit, körperliche Schmerzen, unkontrollierbares Verlangen.
„Man zwingt das Gehirn, sich sofort zu entwöhnen”, sagt Nilsson. „Das ist, als würde man jemanden, der seit zehn Jahren keinen Sport mehr getrieben hat, bitten, morgen einen Marathon zu laufen. Das ist zu viel, zu schnell.”
Und so scheitern sie. Immer und immer wieder.
Monika Scherrer (51) aus Bremen kann das nur zu gut nachvollziehen.
„Ich habe 23 Jahre lang geraucht. Zwei Packungen pro Tag. Ich habe sieben Mal versucht, aufzuhören. Jedes Mal dachte ich: Dieses Mal schaffe ich es.“
Das erste Mal benutzte sie Nikotinkaugummi. „Es schmeckte wie chemischer Abfall und half überhaupt nicht. Nach zwei Tagen rauchte ich wieder.“
Beim zweiten Mal versuchte sie es mit „reiner Willenskraft“. „Am dritten Tag saß ich weinend auf dem Sofa. Mein Mann traute sich nicht einmal, mich anzusehen. Ich war ein Monster.“
Ich habe auch Therapien, Selbsthilfebücher und Achtsamkeits-Apps ausprobiert. Nichts hat geholfen.
„Irgendwann akzeptiert man es einfach“, sagt Maria. „Man ist offenbar jemand, der nicht aufhören kann. Dieser Gedanke nagt an einem.“
Bis sie letzten Monat etwas ausprobierte, das ihr ohne Entzugserscheinungen oder Rückfälle half, endlich aufzuhören, während sie anfangs einfach weiterrauchen konnte.